DFB-Pokal-Finale 2002


Und wieder einmal heißt es: Schalke 04 im DFB-Pokalfinale. Nach dem tollen Sieg im Mai 2001 waren wir natürlich auch beim Finale 2002 in Berlin dabei.

Wie letztes Jahr auch, traf sich die Truppe von San Siro ´97 auf dem Bahnsteig des Essener Hauptbahnhofes, um nach Berlin zu reisen.

Den ersten Knaller dieser Reise erlebten wir beim Bezug unserer Plätze im Zug bei der Fahrkartenkontrolle: der gleiche Zugschaffner wie im Mai 2001 auf unserer Reise nach Berlin! Was für ein Zufall! Ein Berliner, der uns für 2001 schon die Daumen gedrückt hat und uns nun wieder die Daumen drückte. Hammer. Ein gutes Omen?!

Die Fahrt verlief ausgelassen, feucht-fröhlich. Ein paar versprengte Leverkusener Fans mußten unsere Fangesänge im Zug ertragen. Dieses Jahr verspielte Bayer in letzter Sekunde die Deutsche Meisterschaft. Was für Parallelen! Das kannten wir ja bereits. In Berlin angekommen, bezogen wir als erstes unser Nachtquartier. Rainers Bruder war so freundlich, uns seine Wohnung für eine Nacht zu überlassen. Da wir dieses Mal eine spätere Rückreise als 2001 gebucht hatten, blieben wir die ganze Nacht über in Berlin.

Unser Weg führte uns wieder zur KapuKi im Zentrum West-Berlins. Es wurde gefeiert, diesmal bei angenehmen Temperaturen. Da man mit "Pillen" (Leverkusenern) nicht richtig feiern kann, blieben wir unter uns. Das war letztes Jahr mit den "Eisernen" von Union Berlin anders. Mit denen haben wir gut gefeiert, auch dieses Jahr standen uns die Unioner zur Seite. Geil. Vielen Dank.

Gegen Abend trafen wir dann im Olympiastadion ein und stimmten uns geistig aufs Finale ein. Nach Einlauf der Mannschaften und dem Deutschlandlied ging die Partie los. Fairerweise muß man anmerken, daß das Team aus Leverkusen das klar bessere Team in der ersten Halbzeit war und eine Vielzahl von Chancen herausspielte. Dementsprechend ging Bayer auch verdient mit 1:0 in Führung.

Aber: Wir hatten ja unseren Jörch, den Jörg Böhme. Der traf kurz vor der Halbzeit zum etwas glücklichen 1:1. Seine Spezialität waren ja Hammer-Freistösse. Diesem Hobby kam er dann zu unserer Freude nach und zirkelte den Ball unhaltbar für den Bayer-Keeper ins Netz. Halbzeit!

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte nur noch eine Mannschaft: Unser S04. Ein Spielzug schöner als der andere führten dann zu den Toren von Agali (2:1), Möller (3:1) und Sand (4:1). Leverkusen kam zwar noch zum 4:2 , aber das Spiel war gelaufen. DER POTT WURDE VERTEIDIGT UND WIEDER IN DEN POTT GEBRACHT.

Es folgte eine schöne Partynacht. Gegen 8 Uhr morgens traten wir die Heimreise per Zug an. Der Zug fuhr aber nicht planmäßig Richtung Essen, sondern wurde teilweise umgeleitet. Gerüchte machten die Runde, ein Leverkusener Fan hätte sich bei Hamm vor nen Zug geschmissen.

Gegen Mittag waren wir Sieger wieder in GE und feierten das Team. Glück Auf.


Jörg